Mehr Altersdiskriminierung als wg. Geschlecht, Religion und Herkunft

Fast jeder dritte Mensch in Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahren Diskriminierungserfahrungen gemacht, wie eine Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ergab. Hier das Ergebnis für die Diskriminierungen am Arbeitsplatz:

Infografik: Vor allem Alters-Diskriminierung vor allem auf der Arbeit | Statista
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Ein lehrreicher Erstbesuch im Pflegeheim

Um halb drei nachmittags betrete ich das Pflegeheim, das erste, das ich von innen sehe. Ich besuche Frau M., die Verwandte eines lieben Freundes, die hier seit einigen Wochen lebt, nachdem sie im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt nicht mehr zurück in ihre Wohnung konnte. Das Pflegeheim macht einen sauberen Eindruck, im Eingangsbereich tönt leise Musik aus einem Radio – und so sieht es da aus:

Pflegeheim

Das Haus wirkt von der Einrichtung und den Räumlichkeiten her wie ein Krankenhaus mit etwas mehr Deko. Und mehr Ruhe, trotz der Musik. Vor dem weiteren Vordringen in das ziemlich unbelebt wirkende Gebäude dsinfiziere ich mir die Hände am dafür vorgesehenen Spender. An der Wand ein Schild: “Wir freuen uns auf Ihre Meinung!” und Formulare zum Ausfüllen. Weiterlesen

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Die Schönheit des Alters ist Harmonie

Ist das nicht ein wunderschönes Portrait? So würde ich als Hochbetagte auch gerne aussehen!

Und ich hab dabei an all die Frauen gedacht, die sich mit 40, 50, 60 im Gesicht herum schnippeln und spritzen lassen: Wangen polstern, Falten unterspritzen, Lippen aufplustern – wie das dann alles im höheren Altern nicht mehr zusammen stimmt! Weil ja alles Künstliche nicht mit altert, das Drumrum aber schon.

Diese alte Frau ist dagegen mit all ihren Falten schön – weil es eben harmonisch ist und passt!

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Altern – ein unvermeidliches Thema

In ihrem liebevoll aufbereiteten “Netzwerk” schreibt Maria vom “Unruhewerk” über mein 17 Jahre altes Hauptblog:

Das Themenspektrum ihres Blogs „digital diary“ ist wirklich breit. Aber eine Rubrik „Älterwerden“ sucht man bei der 1954 geborenen Webworkerin vergeblich- zumindest in diesem Blog. Zwar heisst dort eine Rubrik „Lebenskunst“, aber um das Älterwerden drehen sich auch manche Beiträge anderer Kategorien. Denn sie will (und kann) das Thema einfach nicht ausklammern (im Sinn von „freistellen“) – was ich gut verstehe. Also führt gar kein Weg dran vorbei: In ihrem Blog MUSS man stöbern!

Damit hat sich mich dazu motiviert, mal zu schauen, wie viele Beiträge rund ums Thema “Altern” es im Digital Diary eigentlich gibt. Es sind viele – hätte ich gar nicht gedacht! Statt eine Rubrik einzuführen, hab ich sie mal alle mit Stichwort ALTERN versehen – zumindest jene, die laut Titel irgendwas damit zu tun haben.

Alle Beiträge sind auch heute noch kommentierbar – grade ist das eher zufällig passiert unter dem Posting “Fünfzig”.

Wer also mag: hier gehts lang….

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Das Unruhewerk: Alter zählt!

Nachdem hier länger nichts los war, will ich Euch heute ein noch recht neues Blog empfehlen:

Das Unruhewerk – älter werden und sichtbar bleiben

Hier bloggt Maria Al-Mana und engagiert sich grade sehr erfolgreich in der Vernetzung der vielen 50plus-Bloggerinnen und Blogger, die mittlerweile das Netz bereichern.

Zunächst konzentrierte sie sich auf Blogs, die explizit das Altern zum Thema machen. Mittlerweile fasste sie allerdings den Neujahrsvorsatz, selber nicht mehr über das Altern nachzudenken. Ein Vorhaben, das zum Glück bereits im Text des Postings ein wenig relativiert wird! :-)

Im Grunde geht es ihr darum, “Altersverwandte” zu finden und zu vernetzen – mit ihnen lassen sich eben auch mal andere Themen teilen als mit 30-Jährigen. Da aber viele ungern mit ihrem fortgeschrittenen Alter “hausieren gehen”, ist das gar nicht so einfach. Aber Maria packt es prima, wer also Blogs von Älteren sucht, wird auf ihren Listen und Kommentarstrecken fündig.

Ich wünsche Maria, dass ihr Elan lange lange erhalten bleiben möge!

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Verkrüppelte Füße sind nur “anders schön”

Im Blogpost “Frau Ilse hat die neunzig überschritten” zitiert die “Wildgans” in einer Rezension des neuen Buchs von Ilse Helbich (Jg. 1923) die Autorin mit den Worten:

“Die unglaubliche Hässlichkeit des Alters. Ekelerregend die verkrüppelten, schwieligen Füße, eine Karikatur meiner selbst: der neue Watschelgang.”

alte Füße

“Karikatur meiner Selbst” – dieser kurze Passus inspiriert mich. Denn: was macht denn das “Ekel Erregende” aus? Doch eigentlich nur, dass wir uns damit identifizieren und das, was ist, mit einem Idealbild vergleichen und in Grund und Boden kritisieren. Gar nicht so anders übrigens als junge Menschen, die vieles an sich “nicht ok” finden, obwohl sie doch straff/jung/faltenslos sind.

Ich kannte mal jemanden, der mit Behinderten arbeitete: ein sehr engagierter sympathischer Mensch. Im einigermaßen entspannten / angstfreien / = berauschten Zustand begann er eines Abends, von den Interessantheiten und Schönheiten seltsamer körperlicher Abweichungen zu schwärmen… Und nein, nicht in einem verkorkst erotischen Sinn, sondern mit einem ästhetischen Blick.

Ein runzliges Gesicht ist so gesehen nur “anders schön” – genau wie die “die verkrüppelten, schwieligen Füße”.

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Foto: Laurin Rinder – fotolia.com

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