Claudia am 11. Mai 2017 — 1 Kommentar

Wenn das Alter die Vorstellungen vom Altern verändert

Auf „Beziehungsweise weiter denken“ schreibt Monika Krampl darüber, wie sich die 50-jährige das Altwerden vorstellte – und wie die 67-jährige es erlebt:

„In meinen Bildern vom Alter war ich immer unverändert unverbraucht, unversehrt und unangreifbar. In meinen Bildern und Vorstellungen, die ich mir im Zeitraum von meinem 40. bis 50. Lebensjahr ausgedacht hatte, ging ich von meinem damaligen Körper aus – meiner scheinbar unendlich kraftvollen Energie. Krankheiten kamen in meinen Bildern schon gar nicht vor. Als Berufseinsteigerin in meinen zweiten Lebens-Beruf als körperorientierte Psychotherapeutin ging ich von der Voraussetzung aus: Wenn ich nur alles richtig mache, passiert mir nichts. Das „alles“ waren die körpertherapeutischen Übungen (zum Beispiel nach Wilhelm Reich, Alexander Lowen etc). Mein absoluter Glaube: Wenn meine Energieblockaden gelöst sind und meine Energie frei fließen kann, werde ich nicht krank.“

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Claudia am 30. April 2017 — 3 Kommentare

Vom Umgang mit Krankheit im heutigen Gesundheitswesen

Mit zunehmendem Alter stellen sich immer mehr Zipperlein ein: bleibende Beschwerden, die nicht mehr so einfach wieder verschwinden wie in jungen Jahren. Man geht dann zum Arzt, der vielleicht etwas findet, vielleicht aber auch nicht. Gibt es tatsächlich eine Diagnose, ist damit noch lange nicht gesagt, dass es auch Heilung gibt. Die sogenannten „chronischen Krankheiten“ erweisen sich als recht resistent gegen mancherlei Interventionen, allenfalls können Symptome bekämpft werden, was wiederum zu Nebenwirkung führt, die weitere Interventionen erfordern. Ältere Menschen sind somit wertvolle Umsatzbringer für Ärzte und Pharmaindustrie, bzw. belastende Kostenfaktoren für die Krankenversicherungen – und im Selbstverständnis immer öfter dauerhaft „Patient“. Einmal drin im Getriebe des Gesundheitswesens, findet man nur selten wieder heraus: es ist ja immer etwas, das beobachtet, eingestellt und therapiert werden muss. Weiter → (Vom Umgang mit Krankheit im heutigen Gesundheitswesen)

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