Die Auslöschung: das Mittel zum Abtreten und ein juristisches Problem

Menachem hat in den Kommentaren zum Artikel “Mein Problem mit diesem Blog” ein Thema angesprochen, das mich zu einem weiteren Beitrag inspiriert:

“…woher hat der Brandauer in dem Film “Die Auslöschung” das “erlösende” Pulverschen herbekommen, das er sinnigerweise hinter dem Seneca Buch deponierte?”

Für alle, die den Film nicht kennen: Brandauer spielt einen alternden Literaten (Lemden), der im wesentlichen “im Wort” lebt. Die Diagnose “Alzheimer” bedeutet für ihn, dass er alles verlieren wird, was er für sein Leben als wichtig und lebenswert erachtet. Den zunehmenden Zerfall zeigt der Film auf eindrückliche Weise, auch die neue Liebesbeziehung hilft darüber nicht hinweg: irgendwann erkennt der Kranke seine Lebensgefährtin nicht einmal mehr. Weiterlesen

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Mein Problem mit DIESEM Blog

Ich sei ja völlig abgetaucht, schrieb mir ein lieber Leser, der hier schon des öfteren kommentiert hat. Kein Wunder, hat es doch seit dem 16.Oktober keinen neuen Eintrag gegeben.

Was ist los? Ganz einfach: ich zweifle, ob es eine gute Idee war, dieses Blog zum Thema Altern zu eröffnen. Ich hatte gedacht, mit der Auslagerung solcher Postings in ein eigenes Medium den Beiträgen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Dem ist aber nicht so, was zum einen daran liegt, dass ein Blog heute nicht mehr so einfach zum “Selbstläufer” wird wie in früheren Jahren. Tut man nicht fortwährend etwas für die weiträumige Bekanntmachung (soziale Medien, Verlinkungen, Eintrag in Verzeichnisse etc.), dümpelt es vor sich hin. Noch dazu ist das Thema nicht gerade beliebt – die meisten Älteren und Alten mögen keine “speziellen” Medien, sondern dort mitmischen, wo “alle” sind. Oder sie kennen und nutzen Blogs gar nicht und fühlen sich nur in den typischen Seniorenforen sicher und wohl.

Der Hauptgrund, warum das Blog nicht besser “läuft”, ist allerdings die Seltenheit der Einträge. Zwei bis drei Beiträge pro Woche braucht es mindestens, um zu wachsen. Das aber entspricht einfach nicht meiner Wirklichkeit: so oft denke ich über “Altern” und alles, was damit zusammen hängt, gar nicht nach, “Alters-Expertin” will ich schon gar nicht werden.

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Zum Recht auf ärztlich begleiteten Freitod

Auf dieses Thema stoße ich immer wieder – kein Wunder, ist es doch aus meiner Sicht nicht befriedigend gelöst, ganz im Gegenteil.
Über einen Kommentar fand ich nun heute das Blog aelterwerden.eu, in dem der Autor (selber Arzt) in einem Beitrag zum Thema “Lebensende – Sterben” schreibt:

Ich vertrete die Meinung, dass kein Mensch, nicht wir Ärzte aber auch nicht der Patient selbst das Lebensende herbeiführen darf. Weiters liegt Folgendes in meinem Verständnis: So wie Menschen keinen Lebensbeginn bestimmen können, dürfen Menschen auch ein Lebensende nicht bestimmen – auch nicht das eigene Lebensende.

Eine Begründund dieser Meinung vermisse ich im Text, der diesem Statement folgt. Bzw. es werden rein verfahrenstechnische Bedenken formuliert, ohne diese weiter zu begründen: Weiterlesen

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Dirk Bach ist tot. Alleine wohnen ist lebensgefährlich.

Ja, das ist mir zu dieser traurigen Nachricht eingefallen: Der erst 51-Jährige ist in seiner Berliner Wohnung tot aufgefunden worden, als er nicht zu einem wichtigen Theater-Termin erschien und Kollegen ihn suchten. Die Todesursache ist noch unbekannt.

Immer mehr Menschen wohnen alleine, in Berlin ist es sogar die Mehrheit:

Bei stabiler Einwohnerzahl gibt es immer mehr Haushalte in Berlin. Ein Grund dafür: Im Jahr 2006 gab es in Berlin 53 % Single-Haushalte, 2003 gab es erstmals mehr Ein- als Mehr-Personen-Haushalte. Hinter dieser Entwicklung steht auch eine weitgehende Differenzierung der Lebensstile. Singles sind, entgegen der öffentlichen Wahrnehmung, nicht nur jung, sondern oft auch alt. (Quelle: berlin.de)

Wohnt man alleine, ist niemand da, wenn plötzlich der Herz- oder Hirnschlag kommt. Viele könnten vermutlich gerettet werden, wäre da jemand in der Wohnung, der mitbekommt, was los ist. Und das gilt nicht nur für alte Menschen, schließlich treffen diese Phänomene zunehmend auch Jüngere – und Dirk Bach war ja nun nicht wirklich ALT. Weiterlesen

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Die Posten und Ämter den Jungen? Wann ist es angesagt, abzutreten?

Derzeit frage ich mich, ob ich mich der “Altersdiskriminierung” schuldig mache, wenn ich denke, dass der Bundestagsabgeordnete Christian Ströbele, der in meinem sehr jugendlichen Wahlkreis dreimal ein Direktmandat errungen hat, nicht noch einmal antreten sollte. Genau das hat er aber vor.

In vielen Bereichen gilt es als normal, spätestens Mitte 60 in Rente zu gehen. Man hat gar keine Wahl, sondern wird sang- und klanglos verabschiedet, wenn das Rentenalter erreicht ist. Nicht so bei Bundestagsabgeordneten: gewählt werden kann man in jedem Alter, Ströbele ist nicht mal der Älteste.

Dass alle Altersgruppen im Bundestag vertreten sein sollen, ist als kollektive Regelung durchaus sinnvoll. Daran möchte ich auch nichts geändert sehen. Mir geht es hier um die individuelle Entscheidung: Ist es nicht auch mal genug? Kann man nach unzähligen Legislaturperioden als Abgeordneter nicht auch an anderer Stelle als “alter Weiser” mitwirken? Muss man erneut ein Bundestagsmandat verteidigen, anstatt einfach mal Jüngeren die Chance zu geben?

Anders würde sich das für mich darstellen, würde da ein Quereinsteiger mit 70plus erstmalig in den Bundestag kommen. Dafür gibt es dann offensichtlich gute Gründe. Wogegen mir jemand, der gefühlt “immer schon” im Bundestag ist, den Eindruck vermittelt, er klebe am Amt, weil er sich ein Leben ohne die öffentliche Aufmerksamkeit und Wichtigkeit, die ein MdB genießt, nicht vorstellen kann.

Wie denkt Ihr darüber?

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Sex-besessene Welt: Sex im Alter ist kein MUSS!

Zufällig bin ich beim Zappen gestern Nacht in eine Talkshow mit dem Titel “Sex im Alter: je oller, je doller?” rein geraten und hab’ sie mir bis zum Ende angesehen. Die schillerndste Figur unter den Gästen war der Alt-Playboy Rolf Eden, der noch mit 82 stolz darauf ist, die Nacht zum Tag zu machen, um in Berlin durch die Kneipen zu touren und sich “mit Damen zu vergnügen”. Die müssen natürlich unter 30 sein, genau wie seine aktuelle Liebste, die brav neben ihm saß und bestätigte, dass ihre Beziehung eine ganz normale Liebe sei: “es hat halt gefunkt!”.

Nun, es sei den beiden gegönnt! Mir kommt das zwar vor, als bleibe da jemand lebenslänglich in der Spätpubertät stecken, aber wenn es ihn glücklich macht… :-)

Auch die anderen Gäste (Erika Berger, Lisa Kishon-Witasek, Karin Schwarz und Christof Junginger, Ingeborg Krabbe, Dr. Marlene Lohner) gaben Einblicke in ihr Liebesleben, wobei die Moderation immer wieder recht genau nachfragte, welchen Stellenwert denn die körperliche Leidenschaft noch hätte. Den mitschwingenden Wunsch nach irgend einer besonderen Exotik in Sachen “Sex im Alter” konnten die Gäste erwartungsgemäß nicht befriedigen. Es ist toll, wenn man sich liebt, es ist “ganzheitlicher” und dient weniger der drängenden Triebbefriedigung wie in jungen Jahren – na, wer hätte das gedacht? Dass Dr. Marlene Lohner nach dem frühen Tod ihres Mannes nun schon seit ca. 35 Jahren gewollt alleine bbleibt, war wohl das Erstaunlichste an allem, was da so berichtet wurde. Weiterlesen

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