Thema: Gastartikel

Gastbeiträge von Freunden im Geiste, die der Kunst des Alterns nachspüren wollen.

Nila am 24. Juli 2020 — 0 Kommentare

Gemeinsam altern: Mein Körper und ich

Ein literarischer Gastbeitrag über ein ganzes langes Leben von Nila Sebastian.

Nila

Auf die Welt kommen

Es ist schon über 84 Jahre her, dass du an einem kalten Freitagabend im Februar unsanft mit einer Zange in die Welt gezogen wurdest, nachdem du stundenlang vergeblich versucht hast, dich durch den Geburtskanal zu zwängen. Warst du auch narkotisiert wie deine Mutter? War die Geschwulst an deinem Kopf schon da, bevor er in die Zange genommen wurde?

Der Arzt fasst dich kopfunter an den Füßen, schlägt dich leicht auf den kleinen Po. Ein Schrei, dann ringst du nach Luft. Die Mutter auf dem Küchentisch wird mit leichten Schlägen aus der Narkose geholt. Das erste Bad steht schon bereit. Die üblichen Verrichtungen der Hebamme. Die Kleine liegt angezogen und gewindelt im Weidenkörbchen unter dem Himmel und nuckelt am Däumchen.

Du wirst abgeschoben ins Esszimmer wo der Kanonenofen Wärme ausstrahlt und wirst allein gelassen. Jede Nacht, bis die alte Nachbarin deiner Mutter er erzählt , dass sie dich jede Nacht weinen hört. Du warst ein Säugling mit Hunger und Durst, brauchtest Hautkontakt, deine Bedürfnisse mussten erfüllt werden, damit die Seele keinen Schaden litt. Du äußertest Unmut, wenn dich Blähungen plagten oder die Windel nass war. Mutti erzählte, dass ihre Brustwarzen vom Stillen wund wurden und sie deshalb ihre Brust zurückzog. Papa schimpfte: sie verdiene gar kein Kind. Hast du die angespannte Stimmung gespürt? Weiter → (Gemeinsam altern: Mein Körper und ich)

Joachim Konstanz am 28. Januar 2019 — (Kommentare geschlossen)

Baden ohne Gefahr – Hilfsmittel rund ums Baden

[enthält Werbung] Klar, in der Dusche sind auch schon Teenys ausgerutscht, doch mit zunehmendem Alter ist die eigene Beweglichkeit doch häufiger eingeschränkt – leider! Im Bad lauern viele Gefahren, denn wegen der vielen Feuchtigkeit und Nässe werden Fliesen, Wanne und Dusche schon mal zum Unfallort Nummer eins. Vorkehrungen für den Fall des Falles zu treffen, kann auf keinen Fall schaden: Machen wir doch das Badezimmer einem sicheren Ort, an dem weder die Gefahr besteht auszurutschen, noch sich an Kanten und Ecken zu stoßen. Verschiedene Hilfsmittel für Badewanne und Dusche helfen dabei, die Rutschgefahr zu minimieren. Weiter → (Baden ohne Gefahr – Hilfsmittel rund ums Baden)

Claudia am 22. Oktober 2018 — (Kommentare geschlossen)

Gastbeitrag: Die ambulante Pflege – Rechte bei der Versorgung der Angehörigen

Viele alte und kranke Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Diese erfolgt häufig in einem Pflegeheim oder einer anderen speziellen Einrichtung. Ist es den Betroffenen jedoch wichtig, dass sie auch im Alter in ihrer gewohnten Umgebung weiterleben können, können ihnen ihre Angehörigen diesen Wunsch selten abschlagen. In einem solchen Fall machen es die ambulante Pflege und die Leistungen der Pflegekassen möglich, diesem Bestreben nachzukommen. Der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. klärt auf seinem kostenlosen Ratgeberportal auf.

Bei der ambulanten Pflege handelt es sich um die Versorgung von kranken und hilfebedürftigen Menschen in der gewohnten und häuslichen Umgebung. Diese kann sowohl von geschulten Pflegekräften als auch durch das Engagement von Angehörigen erfolgen. Grundsätzlich handelt es sich also um das gegensätzliche Modell zur stationären Pflege, bei welcher der Patient in einem Krankenhaus oder Pflegeheim untergebracht ist. Doch nicht immer muss die ambulante Pflege automatisch in den eigenen vier Wänden stattfinden. Eine Unterbringung bzw. Versorgung in einer Pflege-Wohngemeinschaft oder Wohngruppe ist ebenfalls möglich und zählt zur ambulanten Pflege. Weiter → (Gastbeitrag: Die ambulante Pflege – Rechte bei der Versorgung der Angehörigen)

Angelika Wende am 17. April 2015 — 1 Kommentar

Gefährliche Zeiten: Vom Alt werden

Für mich beginnt alt werden dann, wenn wir die Fünfundfünzig überschreiten, denn dann geht es stramm auf die Sechzig zu, dem Herbst des Lebens entgegen. Und der ist kurz, das Meiste ist gelebt, das muss man sich einmal klar machen. Zugegeben keine leichte Übung, ohne gleich eine klitzekleine gepflegte Panikattacke zu bekommen. Wahr ist, wer die Mitte der Fünziger überschreitet weiß, es ist nicht mehr all zu viel Zeit übrig, definitiv weniger als die Zeit, die bereits gelebt ist. Der Winter des Lebens ist mitunter noch kürzer oder lang und ziemlich grau und kalt, wenn ich mir die Schicksale vieler alter Menschen anschaue, die allein ihr Leben verbringen, ohne Hoffnung, dass etwas anderes ihre gebrechliche Einsamkeit beenden könnte als der Tod, der alles beendet und damit auch die Einsamkeit. Aber wer will schon lieber tot sein als einsam, ich nicht.

Da fällt mir ein Gedanke des Psychoanalytikers Otto Rank ein:

Der Mensch ist sein Leben lang zwischen zwei Polen der Angst hin und her geworfen: zwischen Lebens – und Todesangst. Die Lebensangst ist die Angst, sich dem Leben als isoliertes Individuum zu stellen, die Angst vor der Individuation, davor vorwärts zu gehen. Die Todesangst ist die Furcht vor der Auslöschung, dem Verlust der Individualität, davor sich wieder im Ganzen aufzulösen,

schreibt Rank sinngemäß. Darüber lohnt es sich eine lange Weile nachzudenken, besonderes, wenn man das selbst nicht so fühlt. Ich nicke an dieser Stelle. Ich empfinde das so und ich habe Angst, allerdings mehr vor dem Tod, besonders jetzt, wo ich im Frühling, der vor meinem Fenster mit aller Kraft aufbricht, in meinen persönlichen Herbst wandere.

Nicht schön

Ich werde alt. Meine Freunde werden alt. Was aber ist alt?

Das ist jetzt kein schöner Einstieg in das Thema Alt werden, ich weiß. Das liegt daran, dass ich alt werden nicht schön finde, außer, dass ich es schön finde noch immer zu leben, es könnte ja auch anders sein. Aber wie lange lebe ich noch? Ich habe nicht die leiseste Ahnung und das ist gut so und wieder nicht gut, denn wenn ich es wüsste, könnte ich leichter entscheiden, was ich mit der mir verbleibenden Lebenszeit anfangen will, was ich wirklich als wesentlich für mich empfinde und es radikal leben, was ich bisher nicht mache, weil ich oft denke, ich habe so viele Möglichkeiten, probier sie alle aus. Aber das wird nicht mehr lange so sein, das mit dem alles ausprobieren, weil die Zeit doch etwas knapp wird, für Alles. Weiter → (Gefährliche Zeiten: Vom Alt werden)

Christine Bauer am 26. März 2014 — 1 Kommentar

Pflegeheim vs. Selbstpflege – die Vor- und Nachteile einer weitreichenden Entscheidung

Irgendwann ist es soweit: Ein Angehöriger hat zunehmend Mühe, sich selbst zu versorgen und den Alltag eigenständig zu meistern. Mit dem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit, recht plötzlich pflegebedürftig zu werden, z.B. nach einem Unfall oder einer größeren Operation. Spätestens dann stellen wir uns die Frage: Selber pflegen oder Pflegeheim? Und weiter: Was muss bei der Pflege beachtet werden? Welche Vorzüge hat die Selbstpflege in der gewohnten Umgebung zu Hause und welche Vorteile hat die Pflege im Pflegeheim? Gibt es Nachteile?
Hier ein kleiner Überblick über alle wichtigen Punkte.
Weiter → (Pflegeheim vs. Selbstpflege – die Vor- und Nachteile einer weitreichenden Entscheidung)

Rosadora am 01. Juli 2013 — 18 Kommentare

Ein unverschämtes Anliegen

Vielleicht, wenn wir uns nicht so viele Sorgen machen würden, gelänge uns das Bild der ‚bezaubernden weisen Alten‘.  So sollte es doch sein. Und dass wir am Ende unseres Lebens beglückt und zufrieden zurückschauen könnten, auf das, was uns begegnet ist, auf das, was wir erleben durften, auf das, was uns Freude gemacht und unser Herz berührt hat, das, was uns erreicht hat, das, was unser Leben zu Leben gemacht hat.

Und ich sehe mich in ‚mohnrot‘ – rot, welches das Herz stärkt und vielleicht bestärkt, uns aufrecht gehen lässt und uns selbst bewusst werden lässt. die frage ‚wer bin ich‘ in mohnrot gekleidet – die Antwort kann nur possitiv sein – aber das ist der Befund für Aids ja auch. Relativ ist alles und demnach auch unsere Betrachtensweise – ob wir alt werden oder nicht.

Und was ist ‚alt‘? Die Beliebigkeit des Fragens und der Antworten lässt mich immer näher in den humorigen Bereich abwandern.  Und irgendwie bewegen  müssen wir uns ja, auch wenn die Beine nicht mehr so wollen (noch wollen sie ja – einigermaßen).  Haben wir diesen, den humorigen Teil unseres Lebens, nicht enorm verkümmern lassen? Haben wir nicht alles immer viel zu ernst genommen? Es ist wohl der Kunst zuzurechnen, so etwas zu können, den Dingen und Begebenheiten den Spiegel vorzuhalten und zu fragen: Seht ihr nicht, wie lächerlich ihr euch macht?!
Weiter → (Ein unverschämtes Anliegen)

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