Claudia am 28. September 2011 — 4 Kommentare

Zur Schönheit des Alters

In der ZEIT ONLINE entdeckte ich gerade eine wunderschöne Fotostrecke mit dem Titel „100-Jährige: die Schönheit des Alters“. Karsten Thormaehlen hat 11 über hundertjährige Männer und Frauen fotografiert. Zu jedem der sehr gelungenen Portraits gibt es einen kurzen Lebenslauf und manchmal auch Infos darüber, wie die Hochbetagten heute leben.

Einige sind erstaunlich aktiv: Käthchen Erny (1909) geht zum Beispiel noch immer in den Turnverein, in dem sie seit 85 Jahren Mitglied ist. Lothar Franck (1911) leitet seine Buchhandlung. Walter Jonigkeit (1907) hatte Kinos in Berlin und saß noch mit 100 in seinem Büro und zählte die Einnahmen.

Es sind glückliche Alte, die der Fotograf zeigt. Offensichtlich wurden sie von schweren Krankheiten verschont und können sich so auch noch im hohen Alter selbst verwirklichen. Vergessen wir aber nicht die, denen es weniger gut geht – ich befürchte, es ist die Mehrheit.

Diskussion

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4 Kommentare zu „Zur Schönheit des Alters“.

  1. Wunderschöne Aufnahmen!!
    Herrn Jonigkeit habe ich schon persönlich gesehen, ich wäre aber nie auf die Idee gekommen,dass er damals schon 100 Jahre alt war. Wirklich beeindruckend!

    Ich kenne einige ältere Menschen, die sind zwar keine 100 aber sie sind sehr positiv eingestellt und haben noch Interessen und Freude am Leben, auch wenn es mal ziept und piekt.
    Aber du hast natürlich recht,einigen geht es auch wirklich schlecht, wobei ich eher an diejenigen denke, die so unendlich viel im Leben geleistet haben, auch für die Allgemeinheit und heute müssen sie jeden Cent 10x umdrehen- das finde ich nicht fair und sogar irgendwie unanständig von unserer Gesellschaft!!

    Angelika

  2. Die Intention dieser Aufnahmen ist mir nicht klar. Selbstverständlich gibt es Schönheit im Alter, das soll und darf man auch zeigen, aber sollen diese Fotos nicht evtl. eine wirklichere Realität verdecken helfen? Die Realität des Altseins sieht anders aus als in den Fotos einzelner „Glücklicher“, das ist gewiss. Und die wird verbannt. Der unglückliche Alte wird diskriminiert, weil er sich nicht dem „Luxusleben“ der gezeigten Greise anschliesst – wo er doch könnte, so leicht!

  3. Für die, die Mathilda noch nicht kennen:

    http://www.youtube.com/watch?v=8LOdmka4_90

  4. Danke, Menachem!
    Es gibt da noch ein Interview mit ihr im Netz, das mich fast noch mehr überzeugt. Diese Frau scheint vom Tanzen zu leben. Man sieht es ihr an.

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