Claudia am 02. Oktober 2012 — 17 Kommentare

Dirk Bach ist tot. Alleine wohnen ist lebensgefährlich.

Ja, das ist mir zu dieser traurigen Nachricht eingefallen: Der erst 51-Jährige ist in seiner Berliner Wohnung tot aufgefunden worden, als er nicht zu einem wichtigen Theater-Termin erschien und Kollegen ihn suchten. Die Todesursache ist noch unbekannt.

Immer mehr Menschen wohnen alleine, in Berlin ist es sogar die Mehrheit:

Bei stabiler Einwohnerzahl gibt es immer mehr Haushalte in Berlin. Ein Grund dafür: Im Jahr 2006 gab es in Berlin 53 % Single-Haushalte, 2003 gab es erstmals mehr Ein- als Mehr-Personen-Haushalte. Hinter dieser Entwicklung steht auch eine weitgehende Differenzierung der Lebensstile. Singles sind, entgegen der öffentlichen Wahrnehmung, nicht nur jung, sondern oft auch alt. (Quelle: berlin.de)

Wohnt man alleine, ist niemand da, wenn plötzlich der Herz- oder Hirnschlag kommt. Viele könnten vermutlich gerettet werden, wäre da jemand in der Wohnung, der mitbekommt, was los ist. Und das gilt nicht nur für alte Menschen, schließlich treffen diese Phänomene zunehmend auch Jüngere – und Dirk Bach war ja nun nicht wirklich ALT.

Bei mir würde vermutlich erst nach zwei Tagen bemerkt, dass ich nicht mehr da bin. Vielleicht würde mein Liebster auch schon frührer registrieren, dass meine Surftipps auf Friendfeed nicht mehr ergänzt werden. Doch kommt das gelgentlich auch vor, ohne dass ich gleich tot bin. :-)

Ich bin gespannt, ob und wann für diese Situation technische Lösungen und Dienstleistungen angeboten werden – und zwar nicht erst im betreuten Wohnen sondern für jeden, der das will. Etwa eine Webcam in der Wohnung, die Alarm schlägt, wenn sich über eine gewisse Zeit nichts rührt.

Andrerseits: ein plötzlicher Tod allein zuhaus zu Zeiten, da man noch normal im Leben steht, ist vielleicht das, was man „einen guten Abgang“ nennen könnte. Gestern hab‘ ich auf einem Pflegeboard mitgelesen, was für furchtbaren Situationen und Behandlungen alte Menschen in Pflegeheimen aushalten müssen. (Wer sich gruseln will, lese dort die Beiträge zum Thema „Ethik in der Pflege“.)

Dirk Bach ist mit 51 gestorben – ich bin 7 Jahre älter und stelle mir gerade vor, ich gebe jetzt den Löffel ab, ganz unerwartet. Das macht mir keine Todesangst (wenn ich tot bin, gibts auch kein Leiden mehr), doch denke ich mit leichtem Grauen daran, wie unübersichtlich meine Hinterlassenschaften immer noch für jene sind, die meine Existenz dann abzuwickeln haben – offline und online.

Das werde ich ändern! Immer wieder nehme ich mir das vor, mache dann auch ein paar wenige Aufräum- und Sortierarbeiten, aber dann vergesse ich es wieder. Wer lebt schon wirklich im Bewusstsein des Todes?

Diskussion

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17 Kommentare zu „Dirk Bach ist tot. Alleine wohnen ist lebensgefährlich.“.

  1. Ja, über solche Dinge habe ich mir auch gestern Gedanken gemacht. Dirk Bach war nur ein Jahr älter als ich es jetzt bin. Seit der Trennung von meinem Ex-Mann lebe ich mit meinen beiden halbwüchsigen Söhnen zusammen. Die wären zur Not da, wenn mir etwas passieren würde, doch auch nur, wenn es richtig Lärm machte. So bin ich kürzlich ziemlich unglücklich in der Wohnung gestürzt und habe mir an einem Türpfosten den Kopf angeschlagen. Gottseidank behielt ich nur eine Beule und blaue Flecken, doch meine Söhne haben es nicht mitbekommen. Jeder verschanzt sich in seinem Zimmer und kommt nur zum Essen oder wegen anderer Bedürfnisse aus seinem Kabuff. Oft sitzen sie mit Kopfhörern vor ihren Rechnern. Und es ist nicht etwa so, dass ich diese Distanz als störend empfinde, im Gegenteil, auch ich freue mich über meine Rückzugsmöglichkeiten. Auch besteht die Gefahr, dass ich eines Tages gar nicht mehr aufwache, weil ich unter einer Schlafapnoe leide, die wegen Unverträglichkeit gegenüber Atemmasken unbehandelt blieb. Auch das würde keiner meiner Söhne mitbekommen. So ist es nicht nur lebensgefährlich, ganz allein zu leben, sondern überhaupt zu leben, selbst wenn Menschen in der Nähe sind ;-). Der Mann einer Bekannten ist in der Nacht im Ehebett gestorben, am Morgen wachte sie neben ihrem toten Mann auf. Da hat auch niemand etwas machen können, es ist halt einfach so passiert.

    Für mich heißt das: Das Risiko zu sterben besteht immer und überall, auch dort, wo sich der Mensch vermeintlich sicher fühlt. Denn Sicherheit gibt es nicht. Mit dieser Gewissheit müssen wir lernen zu leben. Und beizeiten die Hinterlassenschaften zu ordnen ist sicher ein guter Ansatz, doch ich denke da auch nicht immer dran ;-)

  2. Mittlerweile hab‘ ich mitbekommen, dass er mit einem Lebensgefährten lebte – allerdings weiß ich nicht, ob auch schon in der neuen Berliner Wohnung.

    Klar kann immer etwas passieren, was keiner mitbekommt. Aber ich denke z.B. an Situationen, wo man das Handy nicht erreichen kann und nicht laut genug rufen….

  3. Der Tod wäre ja nicht schlimm, wenn das Sterben nicht wäre :-) Nun ja. Jeder von uns kennt Fälle, in denen Menschen alleine gestorben sind und jeder kennt die Fälle, in denen in einer funktionierenden Partnerschaft, der Mann oder die Frau unbemerkt ihren Abgang gemacht haben. Ich denke, die Grundangst hinter allem ist , dass wir – ich bin 64 – wissen, dass es nicht mehr allzulange dauert. Heute habe ich gelesen, dass mir statistisch 17 Jahre bleiben. Verdammt wenig, oder? Da meine genetische Ausstattung nicht die beste ist, hochwahrscheinlich weniger.
    Was uns eigentlich im Kern beschäftigen sollte ist weniger das Senilenhandy, als die Frage, welche Konsequenzen wir daraus ziehen. Ich sehe bei Alten oft, dass sie ängstlicher werden, sich nichts mehr trauen und Angst vor dem Reisen bekomme, geizig werden, weil sie fürchten, bald nichts mehr zu haben usw.. Scheiße! Wenn man eh nicht viel zu verlieren hat, was wird man da ängstlicher? Ich denke, der richtige Weg sollte sein, sich über seine Ängste, über seine (unberechtigte) Scham usw. hinwegzusetzen. Nicht umsonst wird der Tod im Dialekt (badisch) als „Käsperle“ bezeichnet. Im Totentanz tut er auch genau das: tanzen. Was soll´s, wenn unsere Kinder die Pornos von Opa, die Vibratoren von Oma, die Liebesbriefe der Tante oder das Chaos des Onkels ausräumen? Was machen wir uns darüber Sorgen? Stellen wir uns doch lieber das Gesicht unserer Enkel vor, wenn sie SO ETWAS finden. Wer nichts zu verlieren hat, ist frei und der Tod macht frei. Es ist nicht immer leicht, diesen Gedanken festzuhalten, versuchen sollten wir es. Der Bach hat es hinter sich, wir vor uns. Das bekommen wir auch noch hin ;-)

  4. @Peter: gut gebrüllt, Löwe!

    Was ich zuvorderst sehr wichtig finde: Wir müssen das Recht auf ärztlich begleiteten Freitod erkämpfen!! In den letzten Tagen hab ich mal so ein wenig auf dem Pflegeboard herum gelesen: da zieht es dir die Schuhe aus, was Menschen ertragen müssen, weil es kein Recht auf den selbst bestimmten Abgang gibt!!!

    Und passive/indirekte Sterbehilfe REICHT NICHT, denn nicht immer bringt das Abstellen der Geräte und dergleichen einen schnellen Tod. Ebenfalls mag nicht jeder das Endstadium seiner Krankheit abwarten, um erst bei unerträglichen Schmerzen in den Genuss jener Medikamentierung zu kommen, die zwar zuvorderst Schmerzen lindert bzw. bewusstlos macht, aber als Folge auch den Tod herbei führt.

    Das MUSS sich ändern – und wir alle sollten dafür die Trommel rühren!

  5. Ist das nur ein Konstruktionsfehler, das am Ende nicht einfach der Stecker gezogen werden kann? Dafür muss es einen Sinn geben. Welchen?

  6. @Menachem: WER sollte denn den „Stecker“ konstruieren? Die Natur schert sich einen Dreck um unser Leiden, ihr geht es um die Fortpflanzung und das Überleben. Oder wie meinst du das?

  7. Die Natur hat doch intelligenter weise vorgesehen, das alles was kommt auch mal gehen muss. Ansonsten gäbe es wohl kaum noch einen qm Platz, der nicht überfüllt wäre.
    Aber warum ist es nicht so, dass wir am Ende einfach sagen können: „Ja, toll, hat mir hier gut gefallen. Es ist Zeit zu gehen“. Licht aus!
    In eigener Verantwortung scheint uns die Natur diese Mündigkeit nicht zuzutrauen.
    Warum, Claudia, wird vielen Menschen gerade am Ende ihres Weges nocheinmal diese schwere Prüfung des Leidens auferlegt?
    Warum?

  8. @Menachem, ich denke, es gibt hier kein Warum.
    Leben ist nie perfekt, es ist ein Versuch. Das Ende kann schrecklich sein oder einfach.
    Ich muß zugeben, ich habe große Angst vor einem furchtbar schrecklichen Ende, nicht vor dem Ende selber. Wenn ich bedenke, daß ich wegen ein bisschen chronischer Schmerzen vor 20, 25 Jahren untröstlich war, dann muß ich mich schämen. Weiter: Eine Ärztin, bei der ich vor 8 Jahren letztlich vergeblich wegen entstellter Hände war, sagte mir, damals sehr zu meinem Ärger: „Warten Sie, was alles noch auf sie zukommt!“.

  9. Tja,
    Altwerden ist nichts für Feiglinge. Das muss uns klar sein. Nur eines, damit das Folgende nicht falsch verstanden wird: Ich bin antiklerikal. Ich denke, alle organisierten Religionen haben der Menschheit fast nur Unheil gebracht, weil sich immer die Falschen ins Boot gesetzt und das Steuer übernommen haben. Aber ich denke auch, es gibt etwas, das über uns steht. Es mit Worten zu bezeichnen ist schädlich. Wir sind in etwas und da habe ich eigentlich Vertrauen. Warum soll ich mich über Dinge bekümmern, die ich so nicht in der Hand habe? Wenn es denn sein soll , dann wird es kommen. Und dann: was denkt ihr, wie viele Suizide in Pflegeheimen passieren? Das ist dann immer „Herzversagen“. Und ich glaube fest daran, wenn die Seele nicht mehr will, dann ist Ende. Sehen wir es gelassen und geben wir uns Mühe, den Jahren, die wir noch haben Leben hinzuzufügen und uns nur darüber zu sorgen, was wir ändern können. Und wenn es denn nicht mehr geht …. dann wird uns schon was einfallen :-)

  10. Lieber Gerhard, ich finde es großartig das wir heute sagen können, ich habe „Angst“ vor diesem oder jenem. Das ist schon die halbe Miete, sie zu verlieren. Auch das wir uns schämen dürfen, und dabei mit Respekt ernst genommen werden – toll!

    Mein Vater hatte vor ca. 40 Jahren ganz schweres Rheuma und musste jahrelang Amuno nehmen. Bis der Magen nicht mehr mit machen wollte. Ein Teufelszeug. Dann hat er es abgesetzt und ist seitdem absolut frei von allen rheumatischen Beschwerden. Absolut frei. Warum? Ich sage: Körper-Geist-Seele.

    In meinem alten blog hatte ich dazu mal einen Artikel:
    http://menachem2008.wordpress.com/2008/07/14/psychoneuroimmunologie/

    Mich stört es, Gerhard, das ich nicht Herr über mich selbst sein darf. In Gesetzestreue muss ich ggf. jahrelang Schmerzen und Leid ertragen und was auch schlimm ist, Angehörige mit dieser großen Last um viel Lebensfreude berauben. Ich kann akzeptieren, dass der Gesetzgeber noch nicht weit genug ist, sich dieser Dinge abschließend anzunehmen. Aber das er überhaupt nichts tut und zumindest irgendetwas in Bewegung setzt – das nehme ich ihm übel. Sehr sogar.

    Es ist definitv und eindeutig im Gesetz geregelt, wieviel Verzugszinsen du auf 14,5 Tage zu spät eingezahlte 5,35 Eur Einkommensteuer zu zahlen hast. Aber an ehtische Themen will keiner so richtig ran. Beides bleibt menschenunwürdig:

    Das dahinsiechen in Altersheimen und der Sprung vom Hochhaus.

    Den verantwortungsvollen Umgang mit Leben und Tod traut man uns nicht zu.

    Religionen, @Peter, haben es aber doch zumindest geschafft, den Menschen die Angst vor dem Tod zu nehmen. Auch ich bin antiklerikal. Aber so wirklich glücklich? bin ich damit nicht! Ein „Glauben“ hat doch schon sehr große Kräfte.

  11. @Peter: das enttäuscht mich jetzt ein bisschen! Gerade DEINE Generation ist jene, die politisches Handeln vor individuelle Lösungen gestellt hat – und in dem Punkt bin ich auch nicht bereit, mich mit der Hoffnung auf „es wird mir dann schon was einfallen“ zufrieden zu geben!

    Ich will die gesellschaftliche Akzeptanz des Freitods, wenn jemand beschließt, nicht mehr leben zu wollen – und alle Hilfe, die man dazu braucht, damit das ohne Nerverei und ganz oder halb illegal über die Bühne geht!

    WER soll das denn durchsetzen, wenn nicht die 68er und ihre hedonistischeren Nachfolger/innen der 70ger?

  12. @Claudia, nicht jeder Angehöriger einer Altersgruppe gehört zu jenen dieser Gruppe, mit denen ein bestimmtes gesellschaftliches Momentum verbunden ist.
    Abgesehen davon: Ich habe mir jedenfalls noch keine Gedanken gemacht, was da alles an Zündstoff in diesem Thema steckt. Ich bin da vollkommen unbewandert, da ziemlich unpolitisch.
    Jeder wünscht sich Selbstbestimmung. Aber wie steht es mit Selbstbestimmung in unserem alltäglichen Leben…was ein anderes Thema darstellt..

  13. Ja, ich gebe dir durchaus Recht – meine Generation hat sehr an die Möglichkeit der gesellschaftlichen Veränderung geglaubt. Man sollte nur nicht verkennen, dass sich hier Abgründe auftun können. Der schnell entsorgte Opa, der auf dem Wohneigentum sitzt gehört dazu, ebenso wie der depressive Mensch, der die Schnauze voll hat, in einiger Zeit aber wieder Freude am Leben finden kann. Was ist, wenn der 20-Jährige, der einfach keinen Sinn mehr im Leben sieht, weil ihn die Freundin verlassen hat, dieses Recht für sich in Anspruch nimmt? Es kommt ein Wust von Problemen auf eine Gesellschaft zu, will man diese Thematik gesetzlich regeln. Vielleicht wäre es eine Lösung, dass ein Gremium (Arzt, Psychologe, Sozialarbeiter …) ein Gutachten erstellen müssten … Bis die das erstellt hätten, wäre der „echte“ Notfall ohnedies mit Erde in den Ohren erledigt :-) Manche Dinge sind schlecht politisch in den Griff zu bekommen. Die Demut musste meine Generation lernen ;-))))

  14. Aber hey, nur weil nicht alles mal eben so schnell zu verändern ist und man „Demut lernen“ muss, heißt das nicht, dass es nicht noch ein paar Punkte gibt, an denen man dran bleiben sollte!

    Die Jüngeren interessieren sich nämlich einen Dreck für die Modalitäten des Ablebens – und zu Recht! Da sind wir also auf uns angewiesen – und wirklich, es ist viel mehr drin als nur das Vertrauen auf die „individulle Lösung“ (die von Gnaden und Risikobereitschaft Dritter abhängt, die man im Freundeskreis hat oder eben nicht – und evtl. auch vom Geld).

    „Es kommt ein Wust von Problemen…“ – ja, die kenne ich mittlerweile alle, die werden ja regelmäßig massenweise kolportiert.

    Aber die sind lösbar! Zudem gibts Praxis in anderen Ländern, auf die man schauen kann.

    ICH JEDENFALLS will bevor ich selber dran bin, alles dafür getan haben, dass gesellschaftlich ein guter Weg zum final Exit allseits akzeptiert und institutionalisiert wird.

    Bist du dabei? :-)

  15. @Menachem: sorry, ich hab deinen Kommentar erst gestern in der Moderation entdeckt und frei geschaltet (wenn das mal wieder so ist, kannst du mir gerne mailen!)

    Inhaltlich stimme ich dir voll zu!

  16. Das eigentlich schöne am Tod ist, das man überhaupt nicht weiss
    das man gestorben ist.
    Ob mein Nachlass dann „geordnet“ ist, vor allem aber den
    moralischen Vorstellungen derjenigen entspricht, die ihn
    letztlich sichten, juckt mich zu meinem Glück dann auch nicht
    mehr.
    Das einzige was mir Sorgen macht ist die Tatsache, das ich nicht
    alleine bestimmen kann, wann ich meine letzte Reise antrete. Das
    im Grunde genommen fremde Menschen bestimmen ob mein Leben noch „lebenswert“ ist, ich dann dieses offensichtlich noch
    „lebenswerte Leben“ ob ich nun will oder nicht, „leben muss“ muss.

    Warum ist man zu einem Tier gnädiger wenn es nicht mehr kann,
    als zu einem Menschen der nicht nur nicht mehr kann, nein der
    auch nicht mehr will………..?

    Vor dieser Situation habe ich ANGST und nicht vor einem gnädigen TOD

  17. Wenn der Tod keinen Sinn hat, ist auch das Leben sinnlos. Ich sehe, dass die Natur jegliche Verschwendung vermeidet. Also werden auch unsere Leben nicht verschwendet sein. Also wird auch unser Sterben sinnvoll sein. Und der Tod? Ich werde dem Gevatter nicht entgegen gehen. Ich werde ihn fürchten und achten. Diesen Umgang lehren uns Märchen und Mythen. Aber wenn es Zeit ist, die Zeit auszuschalten, werde ich furchtlos dem großen Gerechten folgen. Der Knochenmann, der Hein, der Gevatter, der Vielnamige, der noch keinen vergessen hat, weder Papst noch Bettler. Für den vorbereiteten Geist ist der Tod der Aufbruch zu neuen Abenteuern. Wenn die alte Pelle, das Seelengefäß, nichts mehr taugt, lasse ich es auf Terra zurück und mein freier Geist macht sich auf – ahoi – aber bis dahin will ich noch leben, ohne Seniorenpass und Wärmflasche, sondern wild und frei.
    „Born to be wild“!

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