Was wird das hier?
Auf diesen Seiten schreibe ich (Jg. 1954) über das Altern. Zum einen über mein eigenes Erleben, zum anderen über gesellschaftliche, politische, kulturelle und philosophische Dimensionen des heute so ungeliebten Themas.
Forever young...
– so will uns der Zeitgeist und viele strampeln sich dafür mühevoll ab, wohl wissend, dass am Ende der Kampf ja doch verloren geht. Geistig und körperlich möglichst fit zu bleiben, ist nicht falsch, doch wenn es zur Passion wird, verstellt dieses Bemühen den Blick auf die Vorteile und Früchte des Alterns. Die Fähigkeit, die Defizite des Alters zu verkraften, wird nicht dadurch gestärkt, dass man möglichst von ihnen absieht, sie verdrängt und nicht wahrhaben will.
Insofern gibt es eine KUNST des Alterns: im Sinne einer Lebenskunst, die sich nicht dem Verdrängen verschreibt, sondern dem dritten und vierten Lebensalter aufgeschlossen und sogar ein bisschen neugierig entgegen sieht. Weder beweihräuchern, noch jammern und Klagen – ich will den Weg der Mitte finden.
Archiv des Autors: Claudia Klinger
Komm, schöner Tod! Vom Sterben als Event
Schon im Vorfeld der Ausstrahlung dieses beeindruckenden Fernsehfilms hatte es Kritik am späten Sendeplatz 22.15 gegeben. Hatte das ZDF Angst vor der eigenen Courage, das Thema “aktive Sterbehilfe” zur Primetime zu bringen? Immerhin ist er jetzt in der Mediathek, allerdings … Weiterlesen
Pflege und Pflegereform bei Anne Will
“Es gibt keine Alten, nur ältere Menschen!” – das sagte gestern Konrad Franke, 73, Journalist und Autor mehrerer Bücher über Wohnen im Alter bei Anne Will. Schießlich sei er für einen 30-Jährigen steinalt, gegenüber einem 95-Jährigen allerdings noch jung. Also … Weiterlesen
Was wir am Ende des Lebens bereuen
Über die Süddeutschen Zeitung fand ich den Bericht der Krankenschwester Bronnie Ware, die seit vielen Jahren Menschen beim Sterben begleitet. Sie beschreibt die Gefühle, die alle durchmachen, die dem sicheren Tod entgegen sehen: Verdrängung, Angst, Reue, mehr Verdrängung – und … Weiterlesen
Hermann Hesse über Alter, Jugend und Todesstunde
Von diesem Gedicht kannte ich nur den einen berühmten Satz “..und jedem Anfangt wohnt ein Zauber inne…”. Damit bin ich vermutlich nicht allein, weshalb ich es hier mal in voller Länge zitiere: „Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem … Weiterlesen
Wolf Schneider: Älter werden – Vom Leben jenseits der Mitte
“Wer bin ich?” Die große Frage beschäftigt den Autor, Verleger und Herausgeber des Connection-Magazins fürs Wesentliche schon ein Leben lang. Wie es ihm gelingt, die Tiefen und Untiefen der “spirituellen Szene” zu kommentieren und im Geiste der Aufklärung zu erhellen, … Weiterlesen
Alter, Sprache und das Bewusstsein des Endes
Jeder will älter werden, aber niemand mag alt sein. Ja, ganz Entgegen der Grammatik benennt man Menschen ab Mitte 40 bis um die 60 als “älter”, wonach erst sehr viel später das gefürchtete Stadium “alt” eintritt. Doch auch dann werden … Weiterlesen
